
Nur zufriedene Gesichter gab es bei der inoffiziellen Probeverkostung auf dem Vorplatz der Johanneskirche bei (v.li.) Pfarrer Richard Lallathin, Bärbel Backfisch, Hauswirtschaftsleiterin Ingrid Führing, Michael Lofink, Pfarrerin Birgit Lallathin, Jason Fleming, Peter Bechtold und Armin Franz.
Stuttgart, 29. April 2008. Bewohner, Mitarbeiter und Besucher der Johannes-Diakonie Mosbach beteiligen sich an der Aktion "Fairer Kaffee in die Kirchen" und trinken ab Mai 2008 nur noch fair gehandelten Kaffee. Auf rund 1,3 Millionen Tassen Kaffee kommt die Johannes-Diakonie jedes Jahr. Die dazu benötigten sieben Tonnen Kaffee werden ab sofort vollständig mit GEPA-Kaffee gedeckt werden.
"Wir unterstützen die Aktion Fairer Kaffee in die Kirchen' aus innerer Überzeugung und tragen mit unserem Kaffeekonsum gerne zu mehr Gerechtigkeit bei", erklärt Pfarrer Richard Lallathin, Seelsorger und Mitglied im beratenden Vorstand der Johannes-Diakonie Mosbach. "Unsere Aufgabe ist es, Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am gesellschaftlichen, sozialen und kirchlichen Leben zu ermöglichen. Thema des Fairen Handels ist es, Menschen am wirtschaftlichen Leben zu beteiligen. Dass wir mit dem fairen Kaffee sowohl im Blick auf den Geschmack als auch auf die Qualität auf unsere Kosten kommen, zeigt, dass es nur Gewinner gibt. Wir freuen uns, dass wir mit der Umstellung einen weiteren Schritt bei der Umsetzung unseres Leitbildsatzes tun können: Mit unserem Leben und Arbeiten wollen wir zur Gestaltung von Gerechtigkeit und zur Bewahrung der Schöpfung beitragen."
"In Teilen der Johannes-Diakonie Mosbach wurde schon im Mai 2006 auf fair gehandelten Kaffee umgestellt", ergänzt Ingrid Führing, Leiterin des Fachbereichs Hauswirtschaft. Bei einem Kaffee-Test-Trinken mit fair gehandeltem und konventionellem Kaffee haben sich die beteiligten Heimbewohner und Mitarbeitenden dann für die Einführung von fair gehandeltem Kaffee ausgesprochen. "Aus sensorischen und sozialen Gründen", wie Führing betont.
Die Johannes-Diakonie Mosbach wurde 1880 gegründet und ist damit eine der ältesten Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen in Südwestdeutschland. Am Anfang teilten sich einige wenige Betreuer mit ihren 16 Schützlingen eine kleine Wohneinheit. Heute stehen in rund 100 Gebäuden rund 2.600 Mitarbeitende für ca. 3.100 zu betreuende Personen mit über 5.900 Plätzen zur Verfügung. Die Johannes-Diakonie Mosbach ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts und Mitglied des Diakonischen Werkes Baden.
Die Aktion "Fairer Kaffee in die Kirchen" unterstützt diakonische Einrichtungen und kirchliche Verwaltungen, ihre Beschaffung auf fair gehandelte Produkte umzustellen. Träger der Aktion sind "Brot für die Welt" und der Evangelische Entwicklungsdienst, die Landeskirchen Hannover, Kurhessen-Waldeck, Württemberg, die evangelische Landeskirche im Rheinland und die Föderation der evangelischen Kirchen in Mitteldeutschland, die Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland (WGKD) und die Evangelische Akademie Bad Boll.
Mehr unter: www.brot-fuer-die-welt.de/fairer-kaffee-in-die-kirchen
Für Rückfragen:
Margarita Sigle, Aktion "Fairer Kaffee in die Kirchen", Telefon:
0711 2159-149