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Fairer Kaffee in die Kirchen
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Best Practice: Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

"Wort und Tat müssen zusammen passen"

Hartnäckiges Vorgehen und diplomatisches Geschick gehörten dazu, um den Ausschank von GEPA-Kaffee im Kassler Landeskirchenamt einzuführen. Bruno Inkermann von der Ökumenischen Werkstatt Kassel und ein paar Kollegen ließen sich nicht beirren. Heute genießen die rund 150 Mitarbeitenden des "Haus der Kirche" fair gehandelten Kaffee und sind überzeugt: "Der schmeckt!"

Bruno Inkermann gehört mit zu den Initiatoren der Aktion "Fairer Kaffee in die Kirchen". Großverbraucher der Kirchen (z.B. diakonische Einrichtungen oder Kirchenverwaltungen mit Kantinenbetrieb) sollen fair gehandelten Kaffee ausschenken, um ihre Glaubwürdigkeit zu demonstrieren, davon ist der tatkräftige Ökumeniker überzeugt. "Wort und Tat müssen zusammen passen", erklärt er. Zwar sei es den einzelnen Landeskirchen überlassen, wie und ob sie Empfehlungen der EKD-Synode umsetzen. Diese besagen, dass der Faire Handel gerade in kirchlichen Einrichtungen praktiziert werden soll - weil er zur Bewahrung der Schöpfung und zum Ziel der Gerechtigkeit beiträgt.

Bruno Inkermann

"Der Mehrpreis für fairen Kaffee hält sich in vertretbaren Grenzen. Und: das Angebot kann nach außen sehr positiv kommuniziert werden."

Bruno Inkermann
Ökumenische Werkstatt Kassel

Fünf Landeskirchen erklärten sich bereit, als Vorreiter für Fairtrade-Kaffee bei kirchlichen Großverbrauchern zu werben, darunter auch die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck mit Dienstsitz in Kassel im "Haus der Kirche": Hier wird seit 2004 in der Kantine und im angeschlossenen Tagungsbereich nur noch fairer Kaffee ausgeschenkt. Um die Mitarbeitenden dafür zu begeistern, wurden eine Verkostung und eine Umfrage durchgeführt. Eine überwältigende Mehrheit der Belegschaft fand den Fairtrade-Kaffee geschmacklich gut und war gerne bereit, pro Tasse bis zu fünf Cent mehr zu bezahlen. Der Mehrpreis kommt den Kaffeeproduzenten zugute - entsprechend der Idee des Fairen Handels.

Angesichts der großen Zustimmung der Mitarbeitenden ließen sich auch Verwaltung und Caterer von einer Umstellung überzeugen. "Anfängliche Skepsis beruhte darauf, dass zunächst viele Informationen nicht vorlagen", erinnert sich Bruno Inkermann. "Doch wir rechneten den Verantwortlichen vor, dass der finanzielle Mehraufwand für den fairen Kaffee in vertretbaren Grenzen bleibt." Außerdem konnte er deutlich machen, dass das Angebot von Fairtrade-Kaffee in einer kirchlichen Einrichtung positiv beworben werden kann.

Es blieb übrigens nicht beim GEPA-Kaffee: Heute bietet die Kantine auch Schokoriegel aus Fairem Handel an.

Ansprechpartner
Bruno Inkermann

Bruno Inkermann

Tel.: 0561 9378-245
oew.ks@ekkw.de

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